Tutorial zu CSS2 © 04/2002 webnetline.de & topwebhamster.de

Cascading Style Sheets, level 2


10. Positionierung I

Die Gestaltungsmöglichkeiten der bisher beschriebenen Style Sheet-Befehle geben dem Web-Autor bereits viel Freiheit bei der Umsetzung seiner Ideen.
Die Wundertüte CSS ist damit allerdings noch nicht erschöpft. Mit den im Folgenden beschriebenen Style Sheets zur absoluten, punktgenauen Positionierung eröffnen sich völlig neue, bisher ungeahnte Perspektiven. Elemente erscheinen im Browser nicht mehr zwingend brav unter- oder nebeneinander, sondern an jeder beliebigen Stelle, ganz so, wie Sie es befehlen. Dabei sind Sie auch in der Anordnung der Elemente innerhalb der HTML-Datei frei. Im Textkörper an erster Stelle angegebene Elemente können im Browser durchaus zuunterst erscheinen. Elemente dürfen sich bei der Anzeige sogar überlappen, wobei Sie die Schichtreihenfolge festlegen.

Für viele Anwendungsfälle von Dynamischem HTML ist das Positionieren von Elementen eine wichtige Voraussetzung. Mit Hilfe entsprechender Script-Unterstützung können Sie positionierte Elemente bewegen, ein-/ausblenden, anders überlappen und so weiter.

Listing 31:

<style type="text/css">
div.a1 { position:absolute; top:100px; left:45px; width:300px; }
</style>


Mit position: bestimmen Sie für einen Bereich, ob dieser absolut oder relativ positioniert werden soll. Gültige Werte sind: absolute (= absolute Positionierung, gemessen am Fensterrand, aber scrollbar), fixed (= absolute Positionierung, gemessen am Fensterrand, bleibt beim Scrollen stehen), relative (= relative Positionierung, gemessen am Vorgänger-Element) und static (= keine spezielle Positionierung, normaler Elementfluss, Voreinstellung). Die Angabe position: alleine legt noch nicht fest, wo genau ein Element beginnen soll. Sie macht nur im Zusammenhang mit einer Startposition Sinn.

Mit top: definieren Sie die Startposition, von der aus ein absolut oder relativ positioniertes Element von oben beginnt.

Listing 32:

<style type="text/css">
div.a1 { position:relative; top:100px; }
</style>


Gültige Angaben sind numerische Werte oder auto für eine automatische Positionierung. Analog dazu funktionieren die Style Sheet-Formate bottom: für eine Positionierung von unten, left: für eine Positionierung von links und right: für eine Positionierung von rechts.

Mit width: können Sie bestimmen, wie breit ein Element oder Bereich sein soll.

Listing 33:

<style type="text/css">
div.a1 { position:absolute; left:10%; width:80%; }
</style>


Erlaubt ist eine numerische Angabe oder der Wert auto für eine automatische Bemessung der Breite. Analog dazu geben Sie height für die Höhe eines Elements an.

Die Angabe min-width: bestimmt, wie breit ein Element oder Bereich auf jeden Fall sein soll, auch wenn der Inhalt weniger Breite in Anspruch nimmt.

Listing 34:

<style type="text/css">
div.a1 { min-width:300px; }
</style>


Zulässig ist ein numerischer Wert. Die Angabe min-height: legt analog dazu die Mindesthöhe eines Bereiches fest.

Mit max-width: bestimmen Sie für ein Element oder einen Bereich, dass dessen Breite einen bestimmten Wert nicht überschreitet, auch wenn der Inhalt mehr Breite in Anspruch nimmt.

Listing 35:

<style type="text/css">
div.a1 { max-width:6cm; }
</style>


Überbreite Inhalte werden abgeschnitten. Zulässige sind numerische Werte. Die Angabe max-height: begrenzt die Höhe eines Bereiches auf eine maximale Ausdehnung. Mit float: definieren Sie, wie nachfolgende Elemente das aktuelle Element, beziehungsweise den aktuellen Bereich, umfließen.

Listing 36:

<style type="text/css">
img { float:right; width:2cm; }
</style>


Mögliche Angaben sind: left (= Element steht links und wird rechts davon von nachfolgenden Elementen umflossen), right (= Element steht rechts und wird links davon von nachfolgenden Elementen umflossen), none (= kein Umfluss, Voreinstellung). Verwenden sie float: zusammen mit width:, damit Nestscape oder der MS Internet Explorer diese Angabe korrekt interpretieren.

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Jörg Jünemann, Berlin / Ralf Roletschek, Eberswalde