Tutorial zu CSS2 © 04/2002 webnetline.de & topwebhamster.de
Cascading Style Sheets, level 2
9. Tabellen- und Pseudo-Formate
Sie können für Kopf- oder Datenzellen von Tabellen erzwingen, dass diese sich über mehrere Spalten erstrecken.
Die Style-Sheet-Angabe hat den gleichen Effekt wie das spaltenweise Verbinden
von Zellen in HTML. Im Unterschied dazu können Sie jedoch globale Angaben zu
Unterklassen von Tabellenzellen machen.
Listing 27:
<font color="#cc3300"><style type="text/css"><br>
th.zweispaltig { column-span:2; }<br>
td.dreizeilig { row-span:3; }<br>
</style></font><br>
.
Entsprechendes Äquivalent zu colum-span: ist
row-span: für die Definition einer mehrere Zeilen
hohen Tabelle. Mit caption-side: definieren Sie die
Position einer von der Tabelle getrennten, aber ihr zugehörigen Über- oder
Unterschrift.
Listing 28:
<font color="#cc3300"><table border><br>
<caption style="caption-side:topleft">Tabellenüberschrift</caption><br>
<!-- Tabelleninhalt --><br>
</table></font><br>
Mögliche Werte sind: top (= oberhalb der Tabelle
zentriert), topleft (= oberhalb der Tabelle
linksbündig), topright (= oberhalb der Tabelle
rechtsbündig), bottom (= unterhalb der Tabelle
zentriert), bottomleft (= unterhalb der Tabelle
linksbündig), bottomright (= unterhalb der Tabelle
rechtsbündig).
Pseudo- Formate
Mit dem Begriff Pseudo-Formate können die meisten Web-Autoren, die sich das
erste Mal mit Cascading Style Sheets beschäftigen, zunächst nichts anfangen.
Pseudo-Formate sind für HTML-Elemente gedacht, die kein eigenes HTML-Tag haben,
aber dennoch von Bedeutung sind. Dazu gehören beispielsweise die
-Attribute link=,
alink= und vlink=, mit
denen die Linkfarben zu noch nicht, gerade eben und früher schon besuchten
Seiten gesetzt werden.
Pseudo-Formate sind daran erkennbar, dass sie nicht dem bisher beschriebenen
Schema folgen. Statt dessen werden sie definiert durch den HTML-Tag, für den sie
gelten, gefolgt von einem Doppelpunkt »:« und dem
entsprechenden Format.
Listing 29:
<style type="text/css">
a:link { color:#FF0000; }
a:visited { color:#00FF00; }
a:active { color:#0000FF; }
</style>
Für den Verweis-Tag <a> sind folgende Angaben
möglich: link (= Verweise zu noch nicht besuchten Seiten),
visited (= Verweise zu bereits besuchten Seiten) und
active (= gerade angeklickte Verweise).
Darüber hinaus sind weitere Pseudo-Formate vorgesehen, die jedoch bisher weder
von Netscape noch vom MS Internet Explorer interpretiert werden.
Listing 30:
<style type="text/css">
p:first-line { font-weight:bold; }
p.goethe:first-letter { font-size:36pt; color:blue; }
</style>
Die CSS-Angabe first-line: erlaubt eine separate Formatierung der ersten Zeile
von längeren Fließtexten. Dieser typographischer Effekt ist von Druckschriften
her bekannt. Ebenfalls typografischer Herkunft ist first-letter:, womit Sie dem
erste Zeichen der ersten Zeile eines Absatzes ein separates Erscheinungsbild
geben können.
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Jörg Jünemann, Berlin / Ralf Roletschek, Eberswalde